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Seilzüge / Hebezeuge

Trick- und variantenreich

Dezember 2015 — „DMR“ von Terex Material Handling ist ein Hebezeug, das mehr Möglichkeiten bieten soll als bisherige Seilzüge im Markt. Die fünf Baugrößen sind ausgelegt für Traglasten bis 50 t. Von der Umfahrsteuerung bis hin zur lastabhängigen Geschwindigkeit ist alles machbar. Der DMR ist in kompakter C- als auch in Co-Axial-Bauform lieferbar.

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Die Suche nach einem Seilzug gleicht oft einem Puzzlespiel. Unternehmen müssen sie nicht nur jeweils einzeln mit ihrem Lastenheft vergleichen. Am Ende geht man nicht selten einen Kompromiss ein, zum Beispiel weil ein Seilzug über den gewünschten Motor verfügt, aber ein anderer die perfekte Baugröße bietet. „Dieses Problem lösen wir und bieten den Kunden bei der Wahl eines Seilzugs mehr Flexibilität“, sagt Thomas Bönker, Senior Direktor im Geschäftsbereich Komponenten von Terex Material Handling. So entstand der Demag Seilzug Demag Modular Rope Hoist „DMR“. „Dank modularem Aufbau ermöglicht er Seilzugvielfalt auf ein und derselben technischen Basis“, erklärt Bönker.

DMR lässt sich in C-Bauform und Co-Axial-Bauform umsetzen. Beide verwenden denselben Seiltrieb und haben dieselben Schnittstellen für Abdeckungen und weitere Anbauten. Die kompakte C-Bauform eignet sich besonders für Kranbauer: Da sich der Motor unter der Seiltrommel befindet, reduzieren sich die Anfahrmaße. Der Kran kann somit näher an die Hallenwände heranfahren. Beispielsweise für den stationären Einsatz bietet die Co-Axial-Bauform hohe Flexibilität: Bei dieser liegen Seiltrommel, Getriebe und Motor nahezu auf einer Achse, sodass sich der Seilzug einfach in beliebige Konstruktionen einsetzen lässt. DMR ist als Fußzug und Einschienenkatze und ab 2016 als Zweischienen- und Unterflanschkatze erhältlich.


Produktion Oktober 2015 gestartet

Laut einer Studie sehen zwei Drittel der Intralogistiker Industrie 4.0 als Innovationsthema Nr. 1. Insoweit ist die Steuerung gewappnet. „Die Systemarchitektur sorgt für Betriebssicherheit und Anlagentransparenz“, sagt Bönker. Die integrierte Sensortechnik erfasst alle Betriebsparameter des Seilzugs: von der Drehzahl bis zum Bremsverschleiß. Sicherheits- und Bedienfunktionen lassen sich optional einzeln aktivieren, etwa Schlaffseil-Überwachung oder lastabhängige Hubgeschwindigkeit. Per Tastendruck können zwei Seilzüge zum Tandembetrieb gekoppelt werden. Zudem macht ein Fernzugriffsystem alle relevanten Betriebsdaten überall in Echtzeit verfügbar. Die Steuerung ist redundant ausgelegt. Sie arbeitet mit einem Doppelprozessor.

Als Alternative bietet der Hersteller den DMR auch mit bewährter Schützsteuerung an. Sie lässt sich einfach instand halten und ist mit unterschiedlichen Steuerspannungen verfügbar. Auf Wunsch können Kunden aber auch auf die eigene Steuerung setzen. Hierfür hat der DMR zwei vorbereitete Anbaupositionen, an die sich das Elektrogehäuse installieren lässt.


Präzision mit stufenlosem Hubmotor

Unabhängig von der gewählten Steuerung entscheidet sich der Kunde für einen Hubantrieb. Ein polumschaltbarer Motor mit zwei sowie zwölf Polpaaren hebt Lasten mit zwei Geschwindigkeiten. Die geringere Drehzahl beträgt dabei ein Sechstel der höheren Drehzahl. Betrieben wird der Motor mit 50 Hertz Netzfrequenz (60 Hertz in den USA). „Noch präziser positionieren kann der Anwender mit stufenlosem Hubmotor“, sagt Bönker. „Der vierpolige Antrieb ist mit einem Frequenzumrichter versehen, der die Geschwindigkeit anpasst. So kann man schnell anfahren und vorsichtig absetzen.“ Lasten bis zu 30 % der Nenntraglast hebt und senkt der Antrieb mit der Funktion „Pro Hub“ bei erhöhter Geschwindigkeit.

Standardmäßig bestückt Terex Material Handling den modularen Seilzug DMR mit einem Asynchron-Zylinderläufermotor mit Scheibenbremse. Dieser zeichnet sich besonders durch seine starke Motorleistung bis zu 45 kW aus. Kunden, die sich für die Co-Axial-Bauform entscheiden, erhalten aber eine zweite Option: den Motor mit mechanischem Feingang „F10“. Der Antrieb besteht aus zwei separaten Konusläufer-Motoren für den Haupt- und den Feinhub. Dabei arbeitet der Feinhub mit einem Zehntel der Drehzahl des Haupthubs und positioniert Lasten so noch genauer. Die Konusläufer-Motoren bremsen automatisch ab, wenn Spannung abfällt oder der Motor ausgeschaltet wird. Der F10 Motor wird in erster Linie für robuste Anwendungen mit hoher Schalthäufigkeit eingesetzt.

Modularität bedeutet auch, dass sich der Seilzug um zahlreiche Zubehörteile erweitern lässt. Dazu verfügt der Seilzug an vielen Stellen über Anbaumöglichkeiten und Kabelanschlüsse. So lässt sich zum Beispiel ganz einfach ein zweiter Getriebegrenzschalter am Fußflansch montieren sowie eine Abdeckung über der Seiltrommel und ein Endschalter am Elektrogehäuse. Die Einschienenkatze kann ganz einfach auf den Zweiradantrieb „Dual Drive“ umgerüstet werden, um die Traktion zum Beispiel im Außeneinsatz zu erhöhen. Dabei treibt der Katzfahrmotor über einen Riemen zwei Räder gleichzeitig an. Dank einer vordefinierten Anbauposition lässt sich sogar ein zweiter Fahrantrieb einfach nachrüsten.

Jeder Produktionsausfall kostet Geld. Deswegen hat Terex Material Handling die Einzelteile des DMR Seilzugs gegenüber den vorherigen Baureihen optimiert. Dabei sind zahlreiche Innovationen entstanden, die für wirtschaftlicheren Betrieb sorgen. Ein Beispiel ist die Kupplung zwischen Motor und Getriebe, welche die Motorstöße dämpft und dadurch die Lebensdauer des Seilzugs erhöht. Zudem lässt sich der Motor abbauen, ohne das Getriebeöl zu entfernen. Auch diverse weitere Bauteile gewährleisten eine höhere Lebensdauer: Die Ölschmierung des Getriebes hält zehn Jahre und schont zugleich die Umwelt dank einer um 30 % geringeren Ölmenge. Die Ober- und Unterflasche arbeiten mit größeren Seilrollen als bei den bisherigen Seilzug-Baureihen. Dadurch wird der Verschleiß auch bei längerer Standzeit minimiert.


Terex MHPS GmbH
Terex Material Handling
Forststraße 16, 40597 Düsseldorf
Ansprechpartner ist Christoph Kreutzenbeck
Tel.: +49 211 71023907
christoph.kreutzenbeck@terex.com
www.terex.comcom

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