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Einfach machen, was man will

Oktober 2017 — Um individuelle Teile herzustellen, braucht es oft eine ganze Handvoll Fertigungsverfahren. Der „Speedmax“ bringt sie auf den Punkt. Die Maschine hat 20 Stationen und fertigt bis zu 200 Stücke pro Minute. Bearbeitet wird Draht zwischen 1 mm und 12 mm Durchmesser.

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Damit man aus Stahldraht Produkte nach Vorgabe herstellen kann, werden oft ein Dutzend Fertigungsverfahren eingesetzt. Dies geschieht meist mit Anlagen, die auf allein eine Bearbeitungsart spezialisiert sind wie Biegemaschinen, Schweißroboter oder Gewindewalzanlagen. Kompakte Systeme, die diese und weitere Prozesse vorhalten und am Ende ein fertiges Produkt herstellen, sind seltener im Einsatz als man erwarten würde.

Einen eigenen Weg geht insoweit Schmale in Altena. Das Unternehmen entwickelt Drahtbearbeitungssysteme für individuelle Aufgaben. Sie kombinieren verschiedene Fertigungsverfahren nach dem Baukasten-Prinzip. Dies ist möglich, weil die Anlagen nicht an ein bestehendes Konzept gebunden sind. Anfang 2017 hatte das Unternehmen den „Speedmax“ vorgestellt: eine Anlage, die bis zu 200 Drahtteile mit jeweils bis zu 20 Biegungen in der Minute produzieren kann. Jede einzelne Station erledigt ihre Aufgabe in weniger als 0,2 s. Durch separaten Transfer werden alle Stationen gleichzeitig bedient.  So ist es möglich, dass bei maximaler Taktleistung am Ende drei fertige Teile pro Sekunde oder auch mehr die Maschine verlassen. Mit reduzierter Taktleistung sind Mehrfachbiegungen in jeder Station möglich. Somit ist die Anzahl der Biegungen pro Teil nicht auf 20 begrenzt.

Die Rüstzeit bei einem Artikelwechsel mit 3D-Biegungen beträgt bei gleichem Materialquerschnitt nur wenige Minuten. Alle Achsen verfahren in die vom Programm vorgegebenen Positionen und so kann innerhalb kürzester Zeit ein ganz anderer Artikel produziert werden. Der Austausch eines Biegewerkzeugs ist in unter 2 min erledigt.

Schnelligkeit ist dabei aber nicht alles. Drähte mit einem Durchmesser bis zu 24 mm werden auf Maschinen aus dem Sauerland verarbeitet. Das erfordert enorme Kräfte. Servoelektrische Biegeschieber bis zu 240 kN und Pressen mit bis zu 7000 kN zur Kaltumformung von Draht werden in den Schmale-Anlagen verbaut. So kann nach mehreren Bearbeitungsstufen am Ende des Anlagenprozesses ein Produkt entstehen, das mit dem Ausgangsmaterial Draht keine Ähnlichkeit mehr hat.

Systeme des Unternehmens arbeiten bei Zulieferern der Automobil- und Bahnindustrie, in der Verpackungsbranche oder bei Herstellern für Küchengeräte, Fahrräder oder Baumarktartikeln. Das Teilerepertoire reicht vom Kfz-Schließbügel bis zur Befestigungsklammer für Bahnschienen und von der Sturmklammer für Dachpfannen bis zum Betonanker für die Bauindustrie.

Besonderheit der Anlagen sind dabei die Steuerungstechnik und hochgradige Automatisierung der Fertigungsprozesse. Die Optimierung servoelektrischer Antriebe ist dabei ein wesentlicher Bestandteil der innovativen Schmale-Anlagentechnik. Durch den konsequenten Einsatz energieeffizienter Technologien benötigen die Maschinen häufig deutlich weniger Energie als die Lösungen der Mitbewerber. Für die Energieeffizienz seiner Anlagen erhielt Schmale im November 2016 eine Auszeichnung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Gleichzeitig wird auf komfortable Programmierung und Bedienerfreundlichkeit Wert gelegt. Wichtige Fertigungsparameter werden auf dem Bedienpanel dargestellt. Eindeutige, grafische Elemente erleichtern dem Bediener den Umgang mit den Anlagen. Artikelvarianten können gespeichert und auf Tastendruck in die Maschine geladen werden. Teilweise dauert die Umrüstung der Werkzeuge nur Minuten.

Schmale Maschinenbau GmbH
Altenaer Straße 95
58762 Altena
Ansprechpartner ist Andreas Goseberg
Tel.: +49 2352 54864-0
andreas.goseberg@schmale-gmbh.de
www.schmale-gmbh.de

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