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Dashboard statt Black Box

Juni 2018 — „Leoniq“ soll Kabel schlauer machen, dabei 100 mal günstiger sein und 100 mal kleiner als vergleichbare Technologien, verspricht Leoni. Die Temperatur und mechanische Belastung längs beliebiger Leitungssysteme sollen sich so einfach erfassen und auswerten lassen. 

Leoni hat eine Technik entwickelt, die Energie- und Datenströme sicherer und verfügbarer machen soll: „Leoniq“ – Kofferbegriff aus Leoni als Intelligenzquotient IQ – kann Parameter wie die Temperatur oder mechanische Belastung entlang eines beliebigen Kabelsystems erfassen und auswerten. Dies ermöglicht Rückschlüsse auf den Zustand des gesamten Kabelsystems sowie dessen Steuerung. Damit wird nicht nur das Vernetzte intelligent, sondern auch die Vernetzung daselbst. 
„Die Megatrends Energieverteilung und Datenmanagement sind das angestammte Gebiet, auf dem wir uns seit Jahrzehnten bewegt. Nun wandelt sich Leoni vom Kabelproduzenten zum Technologiepartner und nutzt gleichzeitig die Möglichkeiten des digitalen Zeitalters“, sagt Bruno Fankhauser. Als Vorstandsmitglied der Leoni AG verantwortet er den Unternehmensbereich Wire+Cable Solutions. Ziel ist es, intelligente, individualisierte und zukunftsweisende Lösungen anzubieten. Einen Beitrag hierzu leiste Leoniq, die drei Hauptelemente umfasst.

1. Systemsimulation für Energie- und Datenübertragung:
Bereits in der frühen Entwicklungsphase setzt Leoniq auf digitale funktionale Simulation von Kabellösungen, um diese bestmöglich für den jeweiligen Anwendungsfall auszulegen.

2. Sensor-integrierte, intelligente Verbindungslösungen:
In systemkritischen Anwendungen kann durch sensorische und elektronische Elemente entlang des Kabelsystems eine neuartige Monitoring-Funktion integriert werden. Diese erfasst kontinuierlich verschiedene Parameter wie Temperatur, Dichtigkeit, mechanische Belastung oder GPS-Position.

3. Datenanalytik und Smart Services:
Algorithmen in der Cloud analysieren die erfassten Daten, die der Anwender im Rahmen eines Dashboards einsehen kann – bei Bedarf nahezu in Echtzeit. Dieser Prozess ermöglicht datenbasierten Smart Services wie Frühwarnsysteme, aktive Systemsteuerung oder punktgenaue Handlungsempfehlungen.

Kostspielige Messverfahren ersetzt

Damit ergebe sich vollständige Transparenz über alle mit Leoniq ausgestatteten Kabelsysteme, unterstreicht Fankhäuser, und dies egal wo auf der Welt und gleich in welcher Applikation. Zusätzlich würden die erfassten Daten in die funktionalen Simulationsmodelle zurückgeführt. Dank dieses Regelkreises kann Leoni alle intelligenten Kabellösungen in einer Art lernendem System stetig optimieren. Die Technologie verbindet die Vorteile anderer, zum Teil kostspieliger Messverfahren in einem sehr kleinen Bauraum bei permanentem Zugriff durch die Cloud.

Leoniq ist laut Anbieter rund 100 mal günstiger und 100 mal kleiner als vergleichbare Technologien. Sie mache den Einsatz von Intelligenz im Kabel erstmals ökonomisch sinnvoll. Für die Anwender entsteht spürbarer Mehrwert. Basis sind die echten Nutzungsdaten der Kabelsysteme sowie deren Auswertung und Interpretation. Diese wiederum ermöglichen Anwendungen wie Predictive Maintenance, nutzenbasierte Abrechnungsmodelle oder Gesamtsystem-Monitoring und -Kontrolle. 

Praxisbeispiel ist das Laden von Elektroautos. Er wird sicherer und der Wirkungsgrad steigt. Denn Leoni kann nahezu jedes Kabel mit Intelligenz ausstatten. In der Ladeinfrastruktur für Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge kann die neue Technik dazu beitragen, Hochleistungs-Ladezyklen zu überwachen und zu optimieren. So kann im Zusammenspiel mit Sensordaten aus der Ladesäule und der Fahrzeugbatterie in Kombination mit der Kabeltemperatur jeder Ladevorgang jederzeit an der maximal möglichen Leistungsgrenze betrieben werden. Im Ergebnis ist das Fahrzeug sicherer und schneller geladen. Fehler werden im Fall der Fälle zeitig erkannt. Die Betreiber von Fahrzeug wie auch Ladestation dürften es danken.

Leoni AG
Marienstraße 7
90402 Nürnberg
Ansprechpartner ist Bernd Buhmann
Tel.: +49 911 2023-0
info@leoni.com
www.leoni.com

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