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DFG-Programm erforscht schmierstofffreies Umformen

Juni 2012 — Bremen/D (IDW) – Zurzeit werden in der Umformtechnik immer noch Schmierstoffe zur Verringerung von Reibung und zum Korrosionsschutz der herzustellenden Bauteile. Ausökonomischer und Umweltschutz-Sicht besteht jedoch die Aufgabe darin, in Zukunft auf den Einsatz von Schmierstoffen zu verzichten. Ziel ist die schmierstofffreie Fabrik. Hier setzt das Konzept zur Nachhaltigen Produktion durch Trockenbearbeitung in der Umformtechnik um den Bremer Ingenieurwissenschaftler Prof. Frank Vollertsen an. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat das Konzept in eines von zehn neu eingerichteten Schwerpunktprogrammen (SPP) aufgenommen. Zentrales Anliegen ist, mit neuen Umformverfahren und Techniken der schmierstofffreien Fabrik näherzukommen. Darüber hinaus sollen die Verfahren die Produktivität durch die Verringerung der Arbeitsschritte steigern und zu einem sparsameren Einsatz von Ressourcen führen. Die Herausforderung dabei ist, dass es durch den Wegfall der Lubrifikation zwischen Werkstück und Werkzeug zur deren intensiver Wechselwirkung kommt. Diese muss beherrschbar gemacht werden. Das Bremer Konzept setzte sich mit neun anderen Vorhaben gegen 40 eingereichte Skizzen für ein SSP durch. Gemeinsam mit den Professoren Kirsten Bobzin (RWTH Aachen), Alexander Brosius (TU Dortmund) sowie Hans Jürgen Maier (Uni Paderborn) entwickelten die Ingenieurwissenschaftler den Entwurf zum eingereichten Vorhaben. Vollertsen, Koordinator des neuen SPP, ist Hochschullehrer im Fachbereich Produktionstechnik der Universität Bremen und Institutsleiter des Bremer Instituts für angewandte Strahltechnik GmbH (BIAS) an der Universität Bremen. Ein SPP wird eingerichtet, um komplexe fachbergreifende Fragen mit Hilfe des Know-hows von verschiedenen Institutionen zu erforschen. Allen Programmen gemeinsam ist die intensive Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, dies ist eine wesentliche Voraussetzung für die Einrichtung eines neuen Schwerpunktprogramms. Für alle zehn neuen SPP stehen dabei insgesamt knapp 60 Mio. Euro zur Verfügung. Die Programme arbeiten in der Regel sechs Jahre.

Info: www.dfg.de/ssp

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