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Modernisieren / Schweißmaschinen

Maximierte Nutzungsdauer

Februar 2015 — Schlatter produziert seit 100 Jahren Anlagen zum Widerstandsschweißen. Wurden damit anfangs Spikes an Metallsohlen für Bergwanderschuhe geheftet, schweißen die Maschinen heute Zaun- und Industriegitter, Kabeltrassen, Eisenbahnschienen und Lkw-Achsen. Zum Funktionserhalt und Upgrade der Anlagen legt das Unternehmen seinen Kunden ein kluges Programm vor.

Vorab zur Erläuterung sei gesagt, dass beim Widerstandsschweißen zwei Metalle ohne weiteren Zusatzwerkstoff lediglich unter Einfluss von Druck in Verbindung mit einem Stromfluss miteinander verschweißt werden. Dabei ist es nahezu unerheblich, in welcher Form die zu schweißenden Komponenten vorliegen. Der bekannteste Vertreter ist wohl die klassische Punktschweißung, wie sie aus dem Automobilbau bekannt und nicht wegzudenken ist. Mit diesem Verfahren können gleichermaßen Drähte mit kleinen Durchmessern bis hin zu herkömmlichen Eisenbahnschienen qualitativ hochwertig und dauerhaft miteinander verbunden werden.

Die Schweißanlagen sind sehr stabil und für einen langen Lebenszyklus konstruiert. Naturgemäß werden die Schweißanlagenüber lange Zeit betrieben – zum Teil viele Millionen von Zyklen – und dabei großen Kräften ausgesetzt. Mechanisch gesehen sind die Anlagen selbst nach Jahrzehnten des Gebrauchs und intensiven Betriebs immer noch in einwandfreiem Zustand. Anders sieht es bei den begleitenden elektrischen Einrichtungen der Anlage aus. Kabel, Messaufnehmer, Aktuatoren, Ein- und Ausgabegeräte, Antriebe und Regelgeräte sowie Personalcomputer oder ganze Anlagensteuerungen unterliegen einem weit häufigeren Wandel durch vergleichsweise kurze und immer kürzer werdende Produktlebenszyklen. Das führt dazu, dass die Nachfrage der Kunden in den ersten Jahren sich eher an die Instandhaltung und im späteren zeitlichen Verlauf der Anlage eher an die Modernisierung richtet.


Instandhaltung und Serviceverträge

In Sachen Instandhaltung bietet Schlatter Industries Dienstleistungen an die es den Kunden ermöglichen, die Lebensdauer der Anlagen sowie deren Komponenten zu maximieren. Langfristig gesehen ist der Servicevertrag und das Training respektive die Schulungen dafür verantwortlich. Der Servicevertrag bietet verschiedene Module, die beliebig kombiniert werden können und darauf abzielen, dass durch regelmäßig stattfindende Inspektionen und vorbeugenden Wartungen durch Spezialisten eine nachhaltig hohe Verfügbarkeit der Produktionsanlage gesichert ist. Als Folge ergeben sich fundierte Aussagen über den Maschinenzustand.

Schwachstellen bei wöchentlichen oder monatlichen Wartungsarbeiten können so aufgedeckt und Langzeitschäden verhindert werden. Bedienfehler des Personals werden erkannt und Gegenmaßnahmen können getroffen werden. Es werden gezielte Empfehlungen für die Ersatzteilbeschaffung ausgesprochen, wobei hier die Ausgewogenheit zwischen der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls, der Wiederbeschaffungszeit und des Beschaffungspreises der Komponenten in Absprache mit dem Kunden sichergestellt wird. Das Training beziehungsweise die Schulung findet vor Ort an der entsprechenden Anlage statt, wenn die Fragestellung eher bedientechnischer Natur ist. Sind die Anliegen des Kunden eher theoretischer Natur und betreffen den Schweißprozess, werden die Schulungen und Training am Hauptsitz in der Schweiz durchgeführt. Schlatters Erfahrung nach sind regelmäßig durchgeführte Instruktionen der Bediener an den Anlagen vor Ort ein Patentrezept für sorgsamen und nachhaltigen Umgang mit dem Produktionsmittel bei gleichzeitig optimierter Produktivität. Des Weiteren ist geschultes Personal weit häufiger fähig, ungeplante Stillstände schneller und mit weniger externer Hilfe zu beheben. Die Instandhaltung kommt jedoch dann an ihre Grenzen, wenn Komponenten herstellerseitig abgekündet werden. Je nach Möglichkeit wird hier empfohlen, die Anlagenverfügbarkeit durch Ausnutzung des restlichen Lieferzeitraums und Lagerhaltung der entsprechenden Komponenten aufrecht zu erhalten bis die entsprechenden Rückstellungen für beispielsweise einen Steuerungsumbau gebildet wurden.


Anlagenmodernisierung

Die Modernisierung der Steuerung ist ein Beispiel für eine Anlage, die im Produktlebenszyklus schon weit voran geschritten ist. Bis dies soweit ist, kann es ohne Frage bereits dazu gekommen sein, dass Sensoren, Aktuatoren, Ein- und Ausgabegabegeräte, Verarbeitungs- und Aufzeichnungsgeräte ebenfalls seitens Hersteller abgekündigt und innerhalb Jahresfrist oder weniger nicht mehr verfügbar sind. Für solcherlei Fälle hat sich Schlatter Industries organisiert um Upgrade Lösungen anzubieten, die auf eine Vielzahl von Anlagen angewandt werden können. Solche Lösungen können schnell beschafft und auch schnell umgesetzt werden, um die Stillstandszeit auf ein Minimum zu reduzieren. Umfangreiche Upgrades, wie beispielsweise Motoren und deren Regelgeräte sowie den dazugehörigen Eingabegeräte können auch etappenweise auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden um derart gegebenenfalls vorhandene Ersatzteil-Lagerbestände aufzubrauchen.


Gebrauchte Maschinen

Das Thema Gebrauchtmaschinen ist in Europa und Amerika eher von untergeordneter Bedeutung. Die Tochtergesellschaft Schlatter South East Asia ist in dieser Hinsicht jedoch recht ausgelastet und hat ihre Infrastruktur unter anderem für die Revisionen von Gitterschweißanlagen stark ausgebaut. Der Markt für Gebrauchtanlagen in Südost Asien wächst, da dort viele Kunden es als wirtschaftlich sinnvoller betrachten eine gebrauchte Anlage zu überholen. Die Anlagen und Systeme werden immer komplexer. Nur wenn alle Teile eines Gesamtsystems aufeinander abgestimmt sind und denselben hohen Qualitätsgrad haben, kann ein reibungsloser Betrieb sichergestellt werden. Die Qualität von Service und Ersatzteilen ist deshalb von entscheidender Bedeutung für die Betriebssicherheit von Anlagen. Schlatter-Ersatzteile und deren Upgrades werden mit größter Sorgfalt hergestellt, passen sich bei einem Eintausch reibungslos in das Gesamtsystem ein und stellen auf lange Zeit sicher, dass die Anlage in gewohnter Qualität weiterarbeitet und -produziert.


Schlatter Industries AG
Brandstraße 24
8952 Schlieren/Schweiz
Ansprechpartner ist Roger Seliner
Tel.: +41 44 732-7707
roger.seliner@schlattergroup.com
www.schlattergroup.com

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