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6/2011 November
 
 
 Der Walzschlitten lässt sich im Einrichtbetrieb mit dem elektronischen Handrad dank Servomotor präzise positionieren.<br>
Der Walzschlitten lässt sich im Einrichtbetrieb mit dem elektronischen Handrad dank Servomotor präzise positionieren.
Bild: E.W. Menn
ANTRIEBSTECHNIK

Servoantrieb für Gewindewalzen

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Servomotore vereinen die Vorteile zweier Antriebswelten. Die Vorzüge konventioneller Drehstrommotore sind kombiniert mit den Eigenschaften so genannter High-Torque-Motore, ohne jedoch die wesentlichen Schwächen beider Antriebstechniken zu übernehmen. Während der Servomotor zum einen wie der konventionelle Drehstrommotor im Betrieb relativ wartungsarm ist und ohne zusätzliches Kühlgerät oder teure Kühlung auskommt, bietet er andererseits mit seinem hohem Drehmoment und sehr guten elektrischen Wirkungsgrad bei gleichzeitig hoher Positioniergenauigkeit Pluspunkte eines High-Torque-Motors. Ebenso bedient sich der Servoantrieb beim herkömmlichen Drehstrommotor, indem er zum Beispiel die Nutzung eines Massenspeichers in Form eines Schwungrads als konstruktives Element erlaubt. Dabei dient das Schwungrad der Aufnahme und Speicherung von Rotationsenergie. Maschinen von E.W. Menn nutzen diesen Energiespeicher, um hohe Lastspitzen, wie sie typisch im Gewindewalzen auftreten, nicht durch den Motor selbst, sondern durch die Schwungmasse abzudecken.


Vorteil im Leistungsvergleich

Im Gegensatz zu einem Torque-Motor punktet der Schwungmassen-Antrieb eines Servomotors mit hoher Umformleistung bei gleichzeitig wesentlich geringerem Bedarf an Motorleistung. Der Torque-Motor erzielt bei Umformmaschinen in der Regel keinen Leistungsgewinn aus der Nutzung eines Schwungrads. Das führt dazu, dass die installierte Leistung beim Einsatz von Torque-Motoren bis zu 100 % größer sein muss als bei einem Schwungmasse-Antrieb mit Servomotor. Daher kann der Schwungmassentrieb in Verbindung mit einem Servomotor deutlich effizienter arbeiten. Servoantriebe überzeugen daher nicht nur durch ihre exakte Positionierbarkeit, sondern auch durch ihr Energieverhalten. E.W. Menn hat auf dieser Technik aufbauend ein Konzept für eine hohe Energieeffizienz bei Gewindewalzen realisiert. Das Unternehmen setzt auf bedarfsgerechte Dimensionen, geregelte Antriebe und ein elektronisches Management der Haupt- und Nebenantriebe, das die benötigte Energie intelligent einsetzt. Zugleich werden nur Motoren- und Getriebekomponenten mit einer hohen Effizienzklasse und gutem Wirkungsgrad eingesetzt. In dieses Konzept einbezogen sind auch die Schwungmassen-Energiespeicher. Sie speichern Energie und geben sie bei Lastspitzen wieder ab. Bei hohen Umformleistungen erweist sich daher das bei E.W. Menn eingesetzte Antriebskonzept als vorteilhaft, da es mit hohem Drehmoment und Schwungrad-Massenspeicher ohne Fremdkühlung ausgeführt ist. „Neben seiner Energieeffizienz sichert das Antriebskonzept hohen Bedienkomfort durch komfortables Einstellen via elektronischem Handrad,“ sagt Geschäftsführer Ernst Menn. Alle Gewinde-Walzmaschinen des Unternehmens sind mit Servoantrieb erhältlich.



E.W. Menn GmbH+Co. KG Maschinenfabrik
Trift 8, 57271 Hilchenbach
Tel.: +49 2733 1292-0
Fax: +49 2733 1292-678
E-Mail: info@ewmenn.de
Internet: www.ewmenn.de
 
 
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