DRAHT
6/2011 November

Eine Schlüsselrolle kommt der Lithium-Ionen-Technik zu. In Deutschland besteht insoweit ein Defizit in der Grundlagenforschung.
Bild: KIT
Neues Helmholtz-Institut zur Batterieforschung in Ulm
Zurück
Karlsruhe/D (KIT) – E-Mobilität ohne wirtschaftliche Batteriesysteme geht nicht. Dies sagt auch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft hat jetzt das Helmholtz-Institut Ulm für Elektrochemische Energiespeicherung (HIU) gegründet. Assoziierte Partner sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), ebenfalls Helmholtz-Mitglied, und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg. Das HIU ist eines von mehreren Großprojekten mit komplementärer Ausrichtung innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft unter der Koordination des KIT. Es wird als Außenstelle des KIT auf dem Campus der Universität Ulm angesiedelt sein und eine Brücke zwischen den beiden Standorten Ulm und Karlsruhe schlagen. Schwerpunkte sind die elektrochemische Grundlagenforschung, Materialforschung, Theorie sowie Modellierung chemischer Prozesse und übergreifende Systembetrachtung wie Batteriemanagement und Materialverfügbarkeit. Darüber hinaus werden Analysemethoden zur Erforschung atomarer Prozesse während des Lade- und Entladevorgangs entwickelt. Neben der Nutzung bestehender Ressourcen der Partner werden innerhalb des neuen Helmholtz-Instituts vier neue Professuren eingerichtet. Das HIU wird zu 90 % vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 % vom Land Baden-Württemberg finanziert. Das DLR finanziert eine Professur mit einer Arbeitsgruppe. Das jährliche Budget des HIU beläuft sich auf 5 Mio. Euro.
Kommentar schreiben
© 2012 MEISENBACH GMBH - VERLAG
