DRAHT
6/2011 November

Die Ausgangsmesslängen decken den Bereich von 1,5 mm bis 290 mm ab.
Bild: Zwick
Bild: Zwick
Große und kleine Dehnungen berührungslos messen
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Mit dem neuen Längenänderungs-Aufnehmer Laser Xtens Array von Zwick sind präzise berührungslose Messungen von großen und kleinen Dehnungen möglich – kombiniert mit einem extra großen Messweg.
Anders als der Laser Xtens, bei dem mittels zweier Digitalkameras auf motorisierten Schlitten unterschiedliche Anfangsmesslängen eingestellt werden können, besteht der Messkopf des Laser Xtens Array aus vier fix montierten hoch auflösenden Digitalkameras. Der Prüfling wird mit vier roten Laserlichtquellen beleuchtet. Das dabei an der Probenoberfläche erzeugte Speckle-Muster ist eine Art Fingerabdruck der Probenoberfläche. Der Benutzer definiert über die Ausgangsmesslänge entsprechende Auswertebereiche als virtuelle Messmarken. Die Probenoberfläche mit den Speckle-Mustern wird mit den vier Kameras aufgezeichnet, wobei die Bilder der einzelnen Kameras in Echtzeit zu einem einzigen Bild zusammengefügt werden, das die gesamte Probe abbildet. Die beiden virtuellen Messmarken werden auch hier während des Belastungsvorganges mit verfolgt (Speckle Tracking). Stößt eine Messmarke an den Sichtfeldrand einer Kamera, so wird sie an das Sichtfeld der angrenzenden Kamera weitergereicht. Durch dieses Verfahren wird ein gegenüber dem Laser Xtens wesentlich größerer Messbereich erzielt. Erst wenn eine der Messmarken an den Rand des Gesamtgesichtsfeldes kommt, wird auf den Durchflussmodus umgeschaltet, bei dem der Durchfluss des Materials unter dem Auswertefenster gemessen und aus der Verschiebung die Dehnung am Prüfling bestimmt wird. Der Laser Xtens Array misst Dehnungen mit hoher Präzision - Genauigkeitsklasse 1, Auflösung 0,15 µm - in Längs- und Querrichtung. Die Ausgangsmesslängen in Längsrichtung decken den großen Bereich von 1,5 mm bis 290 mm ab. Da für Zug- und Druckversuche keine Probenmarkierungen benötigt werden, bietet der Laser Xtens Array neben der Zeitersparnis auch den einfachen Einsatz in Temperierkammern. Die berührungslose Technik in Kombination mit den fix montierten Kameras ermöglicht einen verschleißfreien Einsatz auch bei hohem Probendurchsatz in Verbindung mit automatisierten Anlagen.
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