Meisenbach Gmbh Verlag
 
DRAHT
 
 
Besuchen Sie Auch:
www.umformtechnik.net
Das Internetportal für die umformende Industrie
Zum Portal
 
DRAHT
6/2011 November
 
 
 Durch automatisierte Verknüpfung von Artikelnummer und Fertigungscode ist der aktuelle Status jedes Produkts genau dokumentiert.<br>
Durch automatisierte Verknüpfung von Artikelnummer und Fertigungscode ist der aktuelle Status jedes Produkts genau dokumentiert.
Bild: Wühler+Gebauer
 Freie Wahl zwischen Rohteilnummer oder der Nummer des Endprodukts – je nachdem, ob nur ein Werkstück bearbeitet oder ein komplexes Produkt aus mehreren Komponenten zusammengestellt wird. <br>
Freie Wahl zwischen Rohteilnummer oder der Nummer des Endprodukts – je nachdem, ob nur ein Werkstück bearbeitet oder ein komplexes Produkt aus mehreren Komponenten zusammengestellt wird.
FERTIGUNGSORGANISATION

Einfacher statt kompliziert

left image
PDF
pdf
right image
left image
Zurück
right image



Die Produktion wird zunehmend aufwändig. Das zugehörige Stichwort lautet „Qualität“. Aber: Während die Fertigung dank neuer Techniken gut Schritt halten kann, wird die Komplexität in der Warenwirtschaft zur Belastung. Für Disposition und Vertrieb ist es schwierig festzustellen, mit wie vielen Endprodukten wann zu rechnen ist, ob Lagerplätze frei oder belegt sind und welche Einzelteile tatsächlich zur Verfügung stehen. Dem zu begegnen, hat die Wühler+Gebauer EDV Consulting GmbH für ihre ERP-Software ein eigenes Halbteilemanagement entwickelt. Dank Kennzeichnung des aktuellen Fertigungszustands werden Warenstandort und Wertschöpfung aktuell angezeigt.
Gerade im Lagermanagement dominieren zwei Strategien: Entweder werden alle Einzel- beziehungsweise Rohteile bei Produktionsbeginn ausgebucht. In diesem Fall kann man nur noch anhand der offenen Fertigungsaufträge ausrechnen, welche Waren gerade im Werk kursieren. Oder die Komponenten bleiben im Zustand „nicht ausgegeben“, bis das Endprodukt fertig gestellt ist. Bei dieser retrograden Abbuchung erscheint das Komponentenlager als gefüllt, obwohl durchaus noch Platz vorhanden wäre. Angesichts enger Kostenrahmen ist dies verschwendete Kapazität. „In beiden Fällen gibt es eine Phase, in der die EDV nicht weiß, was wirklich im Lager ist“, summiert Klaus Gebauer, Geschäftsführer bei Wühler+Gebauer. Verschärft wird dies, wenn Waren zur Bearbeitung außer Haus gegeben werden oder bei einer Unterbrechung der Produktion eingelagert werden sollen. Dann mit dem richtigen Teil in definiertem Zustand an der richtigen Stelle fortzufahren, überfordert ein herkömmliches ERP-System. Ein virtuelles Lager mit improvisierter Kennzeichnung ist höchstens Behelfslösung.


Schlüssel zeigt den Fertigungsschritt

Die Software W+G Effective Company setzt für das Halbteile-Management von vornherein auf fest mit der Artikelnummer verbundene Fertigungszustände. Der Anwender legt für jeden Produktionsschritt – unabhängig davon, ob es sich um Bearbeitung oder Montage handelt – eine beliebige Codierung fest. Diese muss eindeutig sein. Auch wiederholte Vorgänge wie Walzen, Glühen, zweites Walzen, zweites Glühen sollen differenziert betrachtet werden können. Sobald ein Schritt abgeschlossen und dem System gemeldet ist, entsteht ein Wareneingang für das Halbfabrikat in einem zuvor festgelegten Fertigungslager. Dieser Eingang ist mit dem aktuellen Fertigungszustand gekennzeichnet und somit als Halbfabrikat erkennbar. Der so entstandene Bestand wird beim Rückmelden des nachfolgenden Arbeitsgangs automatisch retrograd abgebucht. Dadurch ist klar dokumentiert, wo in der Herstellungskette sich welches Teil befindet.
Die Zuordnung erfolgt selbstständig. Dennoch können Mitarbeiter in Ausnahmesituationen selbst in die Steuerung eingreifen. Je nach Art der Ware und der Fertigung kann im System konfiguriert werden, ob als Basis der fortschreitenden Dokumentation die Warennummer einer Ausgangskomponente aus der Stückliste oder die des Endprodukts verwendet werden soll. Letzteres ist bei einer Montage aus sehr vielen Einzelteilen übersichtlicher, während sich die Rohteilnummer vor allem für die bearbeitende Fertigung eignet, etwa beim Bearbeiten von Metall. Die Technik der Protokollierung selbst hängt jeweils vom Wunsch des Nutzers und seiner internen Verfahrensweise ab. Vielfach wird hier mit Barcodes gearbeitet. Diese lassen sich über einen zwischengeschalteten Scanner direkt in ein eigens dafür integriertes Feld in W+G Effective Company einlesen.
Besonders bei langen Durchlaufzeiten, wenn Waren wochenlang im Werk auf den nächsten Schritt warten müssen, hilft die Bestandsführung von Halbfabrikaten mit Fertigungszuständen dabei, den Überblick darüber zu behalten, welche Werte an Material und Arbeitszeit in der Produktion lagern. Auch zuvor unbemerkte Verluste beim Lohnfertiger werden nun sofort erkannt. Darüber unterstützt die genauere Warenwirtschaft den Vertrieb: Durch die Dokumentation kann der Verkäufer oder Außendienstmitarbeiter den Zeitraum bis zur Fertigstellung und die lieferbare Menge exakt einschätzen und so den Kunden konkrete Angebote machen.
Das Halbteile-Management ist nur eine Komponente der ERP-Software von Wühler+Gebauer. Deren modularer Aufbau ermöglicht es, aus dem breiten Funktionsspektrum nur jene auszuwählen, die das jeweilige Unternehmen benötigt. Zudem verfolgen die Entwickler bei diesem Programm eine Philosophie der Offenheit und bieten den Kunden damit sehr viel Unabhängigkeit: Die Software wird mitsamt dem vollständigen Quellcode, dem Programmier- und dem Betriebshandbuch geliefert. Dadurch können Nutzer mit entsprechendem technischem Fachwissen das Programm nach ihren eigenen Vorstellungen verändern und anpassen.



Wühler+Gebauer EDV-Consulting GmbH
Technopark Gebäude 5108 1. Stock
Werner-von-Siemens-Straße 2-6, 76646 Bruchsal
Tel.: +49 7251 32217-50
Fax: +49 7251 32217-49
E-Mail: info@effective-company.de
Internet: www.effective-company.de
 
 
Kommentar schreiben
 
Name:*
 
E-Mail:*
(Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht)
 
Kommentar:*
 
 
Absenden
 
 
© 2012 MEISENBACH GMBH - VERLAG