DRAHT
4/2010 August

Der Ziehprozess wird vor allem auf Schlupf und Reibung geprüft.
Bild: Ceramtec
Testzentrum für optimierte Drahtproduktion
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Plochingen/D (Ceramtec) – Statt lediglich Bauteile zu liefern, bietet die Ceramtec AG nun auch ein Prüfzentrum an. Vor Ort in Plochingen ermitteln die Keramikexperten gemeinsam mit dem Kunden die Einflüsse auf die Reibung zwischen Ziehwerkzeug und Draht. Auf dieser Basis kann der Prozess optimiert werden. Der Kunde gibt das Ziehwerkzeug, den Draht und das Kühlmittel vor, und Ceramtec simuliert mittels Prüfgerät die Vorgänge an der Ziehmaschine. Hierzu wird das Werkzeug auf der Welle eines Getriebemotors mit variabler Drehzahl montiert. Der Draht wird um das Ziehwerkzeug gewickelt und an einem Ende mit einem festen Gewicht versehen. Das andere Ende wird mit einer Lastzelle verbunden, deren Signale über Messverstärker verstärkt werden. Variable Parameter können dabei die Werkzeugoberfläche, dessen Material, die Kühlflüssigkeit sowie das Drahtmaterial und die Beschichtung sein. Zudem wird die optimale Umdrehung der Werkzeugwelle getestet, die Umschlingung des Drahtes auf dem Ziehwerkzeug überprüft und die leichte Austauschbarkeit von Draht und Werkzeug berücksichtigt. Simuliert wird, bis alle Parameter abgestimmt sind. Die Ermittlung des Reibungskoeffizienten zwischen Ziehwerkzeug und Draht und Grundlagen-Forschung zu Schlupf und Reibung erhöhen für den Kunden die Wirtschaftlichkeit der Drahtproduktion. Am Ende der Tests hält der Kunde dann eine computergestützte Auswertung der Ergebnisse in den Händen und kann seine Drahtproduktion optimieren.
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