




Gut beschichtet und bedruckt
Medek+Schörner gilt in der Branche als Trendsetter bei Kabelbedruckungs-Maschinen und Optical-Fiber-Prozesslinien. Tatsächlich deckt das Österreicher Unternehmen in diesem Markt als einziges das gesamte Spektrum an Systemen für die Kennzeichnung von Kabeln und Lichtwellenleitern ab.
Das Programm beginnt bei Signiermaschinen vergleichsweise einfacher Bauart und reicht bis zum vollautomatischen Gerät für den Einsatz in Produktionsanlagen mit hohem Durchsatz. Deren Leistung kann einfach durch Austausch einzelner Komponenten erhöht werden. Diese sind auch mit Anlagen kompatibel, die schon viele Jahre in Betrieb sind. Durch den engen Kontakt zur Kabel- und Drahtindustrie werden stets neue Anforderungen herangetragen, die rasch in neue Konzepte umgesetzt werden.
Der 1929 gegründete präzisionsmechanische Werkstättenbetrieb Medek+Schörner arbeitet seit den 1950er Jahren für die Draht- und Kabelbranche. Seinerzeit wurden die ersten Bedruckgeräte einfacher Bauart hergestellt, bald darauf folgten Meter-Signatoren, mit denen Kabelmäntel mit Text und der laufenden Meterzahl im Prägeverfahren gekennzeichnet werden. Der Draht- und Kabelbereich erwies sich schnell als Nischenmarkt, in dem hochwertige Maschinen und gute Kundenbetreuung geschätzt werden. Medek+Schörner stellte jedoch weiterhin elektronische Geräte her wie Elektro-Kardiographen für medizinische Zwecke und Schall-Ortungsanlagen für das Militär.
Erste Schritte Richtung Kabelindustrie
Indes verstand man unter „Elektronik“ seinerzeit kaum das gleiche wie heute. Von Mikroprozessoren, Field Programmable Gate Arrays, ja: selbst von einfachen integrierten Schaltungen war noch nicht die Rede. Und beschränkte sich die Tätigkeit damals noch auf den österreichischen, öffnete in den Folgejahren die Geschäftsführung der zweiten Generation der Zugang zum Weltmarkt: Ein weltweites Vertretungs- und Vertriebsnetz wurde eingerichtet, die Korrespondenz wurde fremdsprachlicher, Service- und Kundenbesuchs-Reisen dehnten sich über den Globus aus. Das Produktionstempo lag in den 1950er und 1960er Jahren noch im eher gemütlichen Bereich. Man erreichte in der Kabelfertigung etwa 50 m/min bis 100 m/min und war damit zufrieden. Die Genauigkeit bei der Metermarkierung lag bei 1 % Messfehler.
Integrierte Schaltungen und der Mikroprozessor eroberten die Elektronik. Medek+Schörner baute zunehmend intelligente Steuerungen – vieles davon im eigenen Haus bei einer für 50-Mann-Betriebe ungewöhnlichen Fertigungstiefe sowohl bei der Elektronik, als auch in der mechanischen Fertigung. CNC-Werkzeugmaschinen wurden angeschafft, und das breite Produktionsspektrum forderte 1989 die Errichtung eines unweit vom zentralen Standort Wien gelegenen Zweitbetriebes, wo seither mechanisch gefertigt wird.
In den 1980er Jahren kam der Lichtwellenleiter (LWL) als Alternative zum Kupferdraht für die Signal- und Datenübertragung auf. Firmen wie Siemens und Corning fanden in Medek+Schörner einen Partner für die Entwicklung von Glasfaser-Färbeanlagen, die zusammen mit anderen Beschichtungsanlagen für Lichtwellenleiter bald zu einem starken Zweig im Herstellungsprogramm wurden. Den gestiegenen Produktionsleistungen der Kabelwerke trug Medek+Schörner durch laufende Neuentwicklungen Rechnung: Meter-Signiergeräte erreichten bald 300 m/min Geschwindigkeit, Kabel-Bedruckgeräte sogar 1500 m/min, und bei der Kennzeichnung von Telefonadern mit Farbringen konnte mit dem Ringsignator RS707 gar die langjährige „Schallmauer“ von 800 m/min durchbrochen werden. Mit einem Schlag waren 2500 m/min möglich. Moderne Antriebstechnik ermöglichte die Reduktion des Messfehlers bei Meter-Signiergeräten auf 0,1 % und besser.
Beim Färben von Lichtwellenleitern wurden anfangs Lösungsmittel-Farben eingesetzt, die im Heißluftstrom getrocknet wurden. Geschwindigkeiten von 150 m/min bis 200 m/min waren damals das Maximum. In den 1990er Jahren kamen neue Farben auf, die unter UV-Bestrahlung schneller aushärten und zudem keine umweltbedenklichen Lösungsmittel-Dämpfe erzeugen. Moderne Antriebssteuerungen, unterstützt von bei Medek+Schörner entwickelten, schnellen Prozessorsteuerungen – am Markt erhältliche Komponenten stoßen beim schonenden und schnellen Umwickeln der heiklen LWL-Fasern an ihre technischen Grenzen stoßen –ermöglichten die Steigerung des Produktionstempos auf derzeit 3000 m/min.
Moderne Technik im richtigen Gleis
Heute ist Medek+Schörner ein modern eingerichteter Familienbetrieb in der vierten Generation. Die Mitarbeiter sind bestens ausgebildet sowohl für die mechanische Fertigung von Präzisionsteilen nebst Herstellung von Qualitätsmaschinen wie auch für die Elektronikentwicklung. Hier werden am Markt erhältliche Komponenten mit Hochleistungs-Baugruppen aus der eigenen Entwicklung sinnvoll kombiniert. Die mit Forschung, Entwicklung und Konstruktion befassten Techniker sind dieselben, die auch vor Ort beim Kunden mit praktischen Problemen konfrontiert werden und damit sicherstellen, dass die Technik von Medek+Schörner im richtigen Gleis läuft.
Kuefsteingasse 32, 1142 Wien, Österreich
Tel.: +43 1 9823204-0
Fax: +43 1 98227296
E-Mail: m+s@medek.at
Internet: http://www.medek.at
