DRAHT
3/2010 Mai

Die Kombiplast PVC/HFFR hybrid fasst die bewährten Verfahrenstechniken zum Herstellen von PVC- und HFFR-Compounds zusammen. Die Compoundier-Anlage zeichnet sich durch kurze Umrüstzeiten aus.
Bild: Coperion
Mehr Flexibilität beim Granulat
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Mit seinem hybriden Anlagenkonzept bietet Coperion – ehedem Werner+Pfleiderer – mehr Flexibilität bei der Herstellung von Kabelcompounds. Die Kombiplast PVC/HFFR hybrid macht es möglich, auf ein und derselben Anlage wahlweise PVC-Granulate oder halogenfrei flammgeschützte Compounds (HFFR) zu produzieren. Mit der Kombiplast PVC/HFFR hybrid können kleinere und mittlere Lieferanten der Kabelbranche sowohl die wachsende HFFR-Nachfrage als auch den herkömmlichen und etablierten PVC-Markt mit hochwertigen Granulaten bedienen. Start-Up Unternehmen oder größere Compound-Hersteller, die ein neues Werk eröffnen, die Produktion mit nur einer Anlage starten und gleichzeitig die Potentiale des PVC- und des HFFR-Markts abschöpfen. Größere Hersteller können entsprechend der Marktentwicklung den Anteil der HFFR-Compounds steigern, Kabelhersteller mit eigener Compoundierung ihre Produktion für HFFR-Kabel schrittweise ausbauen.
Coperion plant und realisiert das PVC/HFFR-Konzept auch als Gesamtanlage. Von der Zufuhr des Rohmaterials über die Compoundierung bis hin zur Abfüllung des Fertigprodukts wird die Anlage dann in hybrider Bauweise ausgeführt. Die Kombiplast hybrid unterscheidet sich von einer reinen PVC-Anlage vor allem durch den verlängerten Verfahrensteil und durch den Einsatz einer zweiten zweiwelligen Seitenbeschickung. Sowohl bei PVC als auch HFFR werden die Compounds im Verfahrensteil homogen aufbereitet. Im Anschluss baut die einwellige Austragsschnecke schonend den Druck für die exzentrische Granulierung in Luft auf. Für den Produktwechsel von PVC zu HFFR oder umgekehrt sind nur wenige Veränderungen an der Kombiplast PVC/HFFR hybrid nötig. Je nach Ausstattung und Maschinengröße ist ein Wechsel innerhalb von zwei Stunden möglich. Zentrale Aufgabe ist dabei der Wechsel der Doppelschnecke im Verfahrensteil. Er ist bei der Kombiplast rasch und ohne Probleme möglich. Die Doppelschnecken sind über den Übergabeschacht direkt zugänglich und können nach vorne aus dem Gehäuse gezogen werden. Der Wechsel ist bei einer Umstellung der Produktion unumgänglich, insoweit sich die Anforderungen an die Aufbereitung von PVC Dryblends und HFFR-Compounds unterscheiden. Bei der Herstellung von PVC wird eine Vormischung ohne weitere Zugschlagstoffe schonend aufbereitet. Demgegenüber werden bei der Compoundierung von HFFR-Rezepturen über 60 % pulverförmiger Füllstoff in eine Polymermatrix eingemischt und dispergiert.
Seit knapp zehn Jahren sind in der Kabelindustrie bereits mehrere Kombiplast PVC/HFFR hybrid Anlagen im Einsatz. Sowohl bei der Aufbereitung von PVC als auch bei der Herstellung von HFFR-Compounds zeichnet sich das Konzept der Maschinen durch flexible und wirtschaftliche Arbeitsweise sowie hohe Produktqualität aus. So werden Durchsätze bis zu 2500 kg/h bei der Herstellung von HFFR-Compounds erreicht. Die Verarbeitung der Flammschutz-Füllstoffe AI(OH)3 oder Mg(OH)2 erfolgt schonend, so dass die Compounds die gängigen UL- und VDE-Richtlinien hinsichtlich der Brandschutzeigenschaften erfüllen.
Coperion versteht sich als Markt- und Technologieführer bei Compoundier-Systemen und Schüttgut-Anlagen. Das Unternehmen entwickelt, realisiert und betreut Anlagen sowie Maschinen und Komponenten für die Kunststoff-, Chemie-, Nahrungsmittel- und Aluminiumbranche. Mit den Kompetenz-Zentren Compounding+Extrusion, Materials Handling und Service sowie weltweit über 30 Vertriebs- und Servicegesellschaften erzielte Coperion 2008 knapp 600 Mio. Euro Umsatz.
Coperion GmbH
Theodorstraße 10, 70469 Stuttgart
Tel.: +49 711 897-2301
Fax: +49 711 897-3981
E-Mail: info@coperion.com
Internet: http://www.coperion.com
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