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DRAHT
1/2011 März
 
 
 Bremsenergie wird mit Hilfe von Generatoren in Strom umgewandelt und zurück ins Netz gespeist.<br>
Bremsenergie wird mit Hilfe von Generatoren in Strom umgewandelt und zurück ins Netz gespeist.
Bilder: Ideal
 Anders als beim Wechselstrom, wird bei der Mittelfrequenz-Technik kontinuierlich Wärme eingebracht.<br>
Anders als beim Wechselstrom, wird bei der Mittelfrequenz-Technik kontinuierlich Wärme eingebracht.
 Neben der Schweißqualität ist die Flexibilität der Maschinen entscheidend.<br>
Neben der Schweißqualität ist die Flexibilität der Maschinen entscheidend.
 Robust ausgelegt für besondere Belastungen: der Doppelstab-Zaun.<br>
Robust ausgelegt für besondere Belastungen: der Doppelstab-Zaun.
GITTERFERTIGUNG

Green Line für den Doppelstab

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Ideal-Werk ist Experte für das Widerstandsschweißen in Mittelfrequenz-Technik. Das Lippstädter Unternehmen entwickelt und produziert Gitter-Schweißmaschinen, unter anderem für die Fertigung von Einzelstab- und Doppelstab-Matten. Die neue Serie Green Line spart dabei bis zu 35 % des bislang erforderlichen Stroms.

Drahtzäune und Gitter grenzen ab, aber sie grenzen nicht zwingend aus: Sie sichern und schützen Sachwerte, Abläufe, Diskretion sowie Menschen. Das ist ihre Grundfunktion, allerdings nicht die einzige. Es gibt auch ästhetische Aufgaben. Zäune schließen Grundstücke optisch ab, und insofern gibt es Unterschiede bei den Ansprüchen der Eigentümer und Besitzer. Militärisch genutzte Einrichtungen werden gegen das Eindringen Dritter gesichert, dabei soll der Zaun offensiv abschrecken. In anderen Fällen ist dies überhaupt nicht erwünscht. Vielmehr soll hier nur symbolisch abgegrenzt werden, etwa zwischen benachbarten Gärten. Darüber hinaus werden Zäune zum Schutz von Mensch oder Tier eingesetzt, zur Sicherung gegen Betreten oder Verletzung, in der industriellen Produktion beispielsweise als Maschinenschutz-Gitter.
Nicht immer steht der Schutz im Mittelpunkt. Wert wird zunehmend auch aufs Erscheinungsbild gelegt. Über die bloße Sicherung hinaus, soll der Zaun zum Hof und Haus, Garten und Unternehmen, zum städtebaulichen Arrangement oder der landschaftlichen Umgebung passen: Offenes und ansprechendes Design mit möglichst individueller Note ist gefragt, und fast alles ist mittlerweile zu moderaten Preisen möglich. So ersetzen mit Sandstein gefüllte Körbe – die so genannten Gabionen – die Betonwand als Lärmschutz an der Autobahn. Zäune als Rankgitter schützen Industriegebäude. Beim privaten Gartenzaun nehmen die Dekorelemente zu. An Pferderennbahnen finden sich sogar Zäune mit thematisch passend eingearbeitetem Motiv. Allein die Grundfunktion muss jeweils erfüllt sein.


Marktanteil jenseits 80 %

Vor ungefähr 50 Jahren hatte ein niederrheinisches Unternehmen die Doppelstab-Matte entwickelt: einen robust ausgelegten Sicherheitszaun für besondere Belastungen. Das Produkt schlug bestens ein, löste in Deutschland nach und nach die Einzelstab-Matte ab und hat heute einen Marktanteil von über 80 %. Alle führenden deutschen Hersteller vertreiben die Doppelstab-Matte in Drahtdurchmessern zwischen 4 mm und 8 mm. Auch andere Länder haben sie zwischenzeitlich übernommen. Des Preisunterschieds zur leichteren, wenn auch wesentlich weniger belastbaren Einzelstab-Matte wegen ist die Marktdurchdringung in der europäischen Nachbarschaft verschieden. Aber selbst in Mexiko startet die Doppelstab-Produktion zurzeit mit deutscher Innovationshilfe.
Neben der Schweißqualität ist dabei die Flexibilität der Fertigungsanlage entscheidend. Denn das Umrüsten zwischen verschiedenen Gittern muss zeitlich im Rahmen bleiben. Dieses Problem hat Ideal-Werk durch schnell wechselbare Schweißzylinder gelöst. So kann in bislang nicht gekannter kurzer Zeit von einem aufs nächste Produkt umgerüstet werden. Die Zylinder lassen sich entweder mit einem Handhebel oder servomotorisch verstellen. Die unumgänglichen Totzeiten sind dadurch reduziert. Bei den Schweißportalen bietet der Hersteller neben verschiedenen Zylindersystemen Varianten von Trafos an. Der Trend geht hier zur Mittelfrequenz mit 1000 Hz. Die bessere Qualität der Schweißung findet sich in den Gittermatten wieder. Weitere Vorteile beim Schweißen mit Mittelfrequenz sind eine schnelle Regelung, kurze Stromanstiegs-Zeiten, eine symmetrische Belastung des Netzes, überschaubare Baumaße für den Trafo nebst Gleichrichter sowie geringe Anforderungen an Bauteilgeometrie und Kontaktflächen. Im Vergleich zum Wechselstrom-Betrieb sind die Spannungsspitzen klein. Die 1000-Hz-Technik macht ein feines Einstellen des Stroms möglich. Das Netz wird durch den dreiphasigen Anschluss der Schweißanlage symmetrisch belastet. So werden beim Schweißen von Aluminium genau so gute Ergebnisse erreicht wie bei verzinktem und rostfreiem Stahl und bei Teilen aus dünnem Draht. Im Sekundär-Schweißkreis der Maschinen fließt Gleichstrom. Dadurch verliert der induktive Widerstand des Sekundärfensters seinen Einfluss auf den Schweißstrom, der so in geringer Zeit mehr Hitze einbringt. Dadurch ist die Wärme-Einflusszone eingeschränkt. Die Anschlusswerte an dem hauseigenen Transformator können gesenkt werden. Anders als beim Schweißen mit 50-Hz-Wechselstrom, wird bei der Mittelfrequenz-Technik kontinuierlich Wärme eingebracht. Dies reduziert die Schweißdauer und bessert die Ausbeute der Energie.


Antriebsenergie wird zurückgespeist

Wo die Energiekosten steigen und Abgaben entlang des CO2-Ausstoßes diskutiert werden, müssen die Betreiber von Produktionsanlagen mit den vorgegebenen Ressourcen bewusster umgehen denn je. Alles andere rächt sich in der Betriebsabrechnung. Ideal-Werk hat durch den Einsatz spezieller Antriebstechnik den Stromverbrauch seiner Maschinen senken können. Kinetische Energie wird mit Hilfe von Generatoren in Strom umgewandelt. Beim Ablegen einer Gittermatte bremst der Motor das System kontinuierlich ab. Dies ist notwendig, um die Matte präzise zu positionieren. Beim Bremsen wird der Motor als Generator genutzt und der so erzeugte Strom in das Netz zurück gespeist. Dies wiederholt sich bei allen Bremsvorgängen der Servomotoren. Darüber hinaus werde ohnehin durch den Einsatz der Mittelfrequenz-Technik Energie gespart, unterstreicht der Hersteller. Maschinen mit dem Prädikat Green Line reduzieren den Blindstrom im Vergleich zu den Wechselstrom-Systemen vorhergehender Generationen bis zu 35 %.



Ideal-Werk C.+E. Jungeblodt GmbH+Co. KG
Bunsenstraße 1, 59557 Lippstadt
Tel.: +49 2941 206-0
Fax: +49 2941 206-169
E-Mail: info@ideal-werk.com
Internet: www.ideal-werk.com
 
 
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